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Wer älter wird lebt gefährlicher? (ASB) 

  • Großteil der Unfälle in eigenen vier Wänden vermeidbar -

Das Lebenserwartungsalter wird ständig höher. Wer heute in Deutschland geboren wird, hat eine um über 30 Jahre höhere Lebenserwartung als derjenige, der vor 100 Jahren geboren wurde. Schaut man sich aber dem gegenüber die Zahl der Unfälle und Unfalltoten an, kann man nicht behaupten, dass im Gegenzug das Leben mit zunehmender Technik sicher wird und die Zahl der Unfälle zurückgeht. Erschreckend sind die statistischen Zahlen, die sich zum einen generell auf die häuslichen Unfälle bezieht und zum anderen auf die Unfälle bei über 50-Jährigen:

Rund 100.000 Männer und Frauen über 50 brechen sich in jedem Jahr die Hüften Jeder Dritte über 65 Jahre stürzt mindestens einmal pro Jahr, Bewohner von Pflegeheimen sind noch häufiger davon betroffen. 70 Prozent der Patienten, die einen Knochenbruch erlitten haben, ziehen sich innerhalb der nächsten zwei Jahre erneut einen Bruch zu Immerhin vier von fünf Stürzen ereignen sich in Wohnungen oder Gärten Etwa jeder Dritte über 65-Jährige stürzt mind. 1x im Jahr, bei den über 80-jährigen sind es sogar rund 40% Rund 3.600 der über 65-Jährigen kommen jährlich in Deutschland durch einen Sturz in den eigenen 4 Wänden ums Leben 6.697 aller Unfalltoten im Jahr 2005 starben durch einen häuslichen Unfall, demgegenüber 6.434 bei Freizeitunfällen und 5.547 im Verkehr Mehr als 4 Millionen Senioren stürzen mind. 1x pro Jahr in ihrer Wohnung Zahlen, die erschrecken und berechtigterweise die Frage aufkommen lassen: Lebt, wer älter wird gefährlicher? Das paradoxe daran: Es geschieht bei alltäglichen Arbeiten, die sie schon tausendmal zuvor erledigt haben! Allzu leichtfertig wurden Stürze, vor allem im Alter als „unabwendbare Schicksal“ betrachtet und Vorbeugung (Prävention) und Rehabilitation links liegen gelassen.

Die im Vorfeld geschilderten Zahlen werden noch drastischer wenn man sich neueren Untersuchungen widmet: Mindestens ein Drittel, wenn nicht sogar die Hälfte der Stürze hätten durch vorbeugende Maßnahmen verhindert werden können, ein Großteil der oft folgenreichen Missgeschicke wäre vermeidbar!!

Glücklicherweise muss nicht jeder Sturz gleich behandelt werden. Häufig sind aber Angst und Rückzug die Folge von Stürzen, auch ohne sichtbare Verletzungen. Zu den schwerwiegendsten sturzbedingten Verletzungen zählen die Brüche im Bereich des Hüftgelenks. Mehr als 100.000 Menschen sind davon alleine in Deutschland jährlich betroffen. Wie oft fand ich in den vergangenen Jahren Im Rahmen von Hausnotrufanschlüssen Telefonkabel quer über den Weg liegen? Wie oft wurde auch schon uns Jüngeren der Teppich im Flur zum „Ausrutscher“, nur weil mit diesem Stück Erinnerungen verbunden sind und man ihn nicht nur zur Seite legen will? Wie oft steht der Rollator oder die Unterarmgehstöcke unbenutzt in der Wohnung? Warum nutzen, das Weiterhangeln von Möbelstück zu Möbelstück geht doch! Ich könnte die Beispiele unendlich weiterführen. Die Frage ist nur: Wie lange geht das alle Gut? Wie heisst es in einem Lied? „…. Tausendmal ist nichts passiert …..“Die Folgen beim Tausendundeintenmal können jedoch verheerend sein. Schwere Verletungen, Knochenbrüche, Einschränkungen der Mobilität bis hin zur Pflegebedürftigkeit sind oft die Folgen verbunden mit psychischen Belastungen und hohen Kosten. Folgen, die oft leichtsinnig hingenommen werden, wo sich doch Risikofaktoren reduzieren und Stolperfallen und Gefahrenquellenvermeiden oder ganz beseitigen lassen!!

Betrachten wir jedoch zunächst die Gründe warum es vorwiegend im Alter zu Stürzen kommt: Einer der Gründe dafür ist das in der zweiten Lebenshälfte nachlassende Balancegefühl, das uns in viele Stolperfallen tapsen lässt. Wichtige Einflussfaktoren sind weiterhin der körperliche Zustand und die Krankengeschichte. Besonders gefährdet sind Parkinson-Patienten im fortgeschrittenen Stadium, Demenzkranke oder Personen, die nach einem Schlaganfall in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Auch bestimmte Medikamente wie Beruhigungsmittel verstärken das Sturzrisiko. Einmal im Jahr sollte daher ein Sturzrisiko-Test durchgeführt werden, bei dem alle Risikofaktoren systematisch hinterfragt werden. Zudem werden Beweglichkeit, körperliche Belastbarkeit und Reaktionsfähigkeit überprüft. Je nach der einzelnen Vorgeschichte können weiterführende Tests zum Beispiel der Standbalance notwendig sein.

Das Ergebnis der Risikoermittlung lässt sich nur schwer oder gar nicht mit einer einheitlichen Skala bewerten. Viel mehr steht im Vordergrund eine individuelle Beratung und Behandlung bei der es darum geht, jeden einzelnen Faktor zu reduzieren.

Während die Vorgeschichte weder vom Patienten noch vom Arzt beeinflusst werden kann, kann bei vielen anderen Punkten angesetzt werden. So lassen sich Medikamente ersetzen, reduzieren oder ggf. sogar ganz absetzen. Bei Sehschwierigkeiten kann der Augenarzt Abhilfe schaffen.

Auch manch andere Gewohnheit lässt sich ändern: Oft passieren Stürze dann, wenn mehrere Dinge gleichzeitig erledigt werden sollen. Die Gedanken auf das Zukünftige und die Hektik rauben der Vorsicht den Blick. Viele solcher Situationen lassen sich durch das gezielte Nacheinander von Tätigkeiten, dem Schritt-für-Schritt-Vorgehen entschärfen.

Neben physiotherapeutischen Maßnahmen, die im Rahmen von krankengymnastischen Übungen das Sturzrisiko senken besteht die aller einfachste Art solches Malheur zu umgehen darin, die unzähligen Stolperfallen in und um die häusliche Umgebung zu beseitigen oder zumindest zu verringern. Wer ohne Unfallrisiko im vertrauten Zuhause alt werden möchte, sollte also etwas gegen potenzielle Stolperfallen tun, die im ganzen Wohnbereich lauern. Denn nicht nur Eingangsbereich, Treppe, Küche und Bad gehören zu den Unfallgefahrenzonen Nummer eins. Im Wohnzimmer können ältere Menschen ebenfalls ins Stolpern geraten. Und daran ist außer rutschenden Teppichen oft auch, wie schon bereits erwähnt, der sich über den Fußboden schlängelnde "Kabelsalat" schuld, oder auch mehrere übereinander liegende Teppiche!

Sinnvoll ist es daher, sich die eigene Wohnung mal genauer anzusehen. Manchmal bedarf es nur kleiner Umbauarbeiten, um sich das Leben einfacher zu machen und eine wesentlich höhere Sicherheit zu gewinnen. Im Nachfolgenden sollen einige Stolper- und Rutschfallen, sowie deren Abhilfe aufgezeigt werden und wie man sich gegebenenfalls Hilfsmittel besorgen kann, die mehr Sicherheit geben:

1. Teppichbrücken sind die schlimmsten Stolperfallen

F Prüfen Sie, ob Ihre Teppiche auf rutschigem Untergrund liegen. Wenn ja, besorgen Sie sich im Fachgeschäft eine sichere Unterlage oder entfernen sie sie ganz

F Vorsicht auch wenn mehrere Teppiche übereinader liegen, denn sie „wandern“ und schlagen gerne Falten die wiederum zur Stolperfalle werden

2.Oft ist der Platz zwischen den Möbeln schlichtweg zu eng, denn auch mit einer Gehhilfe müssen Sie sich sicher in Ihrer Wohnung bewegen können

F Platz für die "Wege" in der Wohnung schaffen.

3. Tipps speziell für das Bad und die Toilette

F Eine Wasserpfütze kann sich schnell in eine gefährliche Rutschfalle verwandeln - wischen Sie deshalb Wasserpfützen immer gründlich auf.

F Eine Toilettensitzerhöhung kann helfen, "wackelige" Momente beim Aufstehen zu vermeiden.

F An der Toilette sowie in Duschen und Badewannen geben Haltegriffe mehr Sicherheit.

F Rutschfeste Gummimatten verhindern, dass man im Nassen verunglückt.

4. Nicht im Dunkeln tappen!

F Im gesamten Haushalt ist eine helle, aber nicht blendende Beleuchtung wichtig. Das gilt insbesondere für den Bereich der Treppen und den Weg vom Schlafzimmer ins Badezimmer.

F Achten Sie auf gut erreichbare Lichtschalter - auch die Nachtischleuchte sollte vom Bett aus quem einzuschalten sein.

F Beim nächtlichen Gang zur Toilette können Bewegungsmelder gute Dienste tun

5. Ganz wichtig ist auch: die richtige Kleidung!

F Bevorzugen Sie eine bequeme, aber nicht zu weite Kleidung, mit der Sie an Möbelstücken hängen bleiben könnten.

F Wer barfuss unterwegs ist, liegt schneller auf der Nase. Kombinieren Sie daher das Angenehme mit dem Nützlichen und besorgen sich wärmende Anti-Rutsch-Socken.

F Schuhe mit einer Absatzhöhe von mehr als 4 cm können das Sturzrisiko erhöhen - besonders dann, wenn der Absatz nur eine kleine Auftrittfläche hat. Besser sind Schuhe mit möglichst niedrigen Absätzen, die Ihnen aber einen festen Fersenhalt bieten.

F Klettverschlüsse an den Schuhen erfordern nur ein Mindestmaß an Geschicklichkeit beim Schließen und haben den Vorteil, dass Sie nicht über offene Schnürsenkel stolpern können. "Schlappen" sind im Alter immer eine Gefahr für die Gangsicherheit

6. Sturzgefahr aber auch auf der Treppe und an Türschwellen

F Eine Treppe ohne Handlauf oder ohne Geländer ist immer gefährlich. An einer glatten Wand können Sie sich schließlich nicht fest halten

F Beschädigte Treppenstufen sollten ausgebessert werden

F Türschwellen können zwar nicht immer entfernt, jedoch zumindest farblich abgesetzt oder markiert werden, so dass sie als kritische Punkte ins Auge fallen

F die oberste und unterste Treppenstufe sollten gekennzeichnet, am besten beleuchtet sein Bei allen Veränderungen im Wohnumfeld ist Sensibilität gefragt, da leider sehr viele Senioren nichts über Sturzrisiken hören wollen, zumindest solange noch nichts passiert ist. Daher muss gerade ihnen vermittelt werden, dass jede Veränderung eine Hilfe im Alltag ist. Zusammen genommen sind alle Vorsorgemaßnahmen - von der Risikoverminderung über gezieltes Training bis zu Hilfsmitteln im Haushalt - ein wichtiger Beitrag dazu, dass ältere Mensch seltener stürzen. Sie fühlen sich sicherer - und können letztlich länger in ihrer Wohnung bleiben. P.S.: Ein Tipp für den Fall der Fälle: Das Telefon sollte immer gut erreichbar sein, um möglichst schnell Hilfe herbeiholen zu können. Ein "mobiles" Telefon auf dem Nachttisch ist eine sinnvolle Unterstützung.

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Zur Empfängnisregelung für Ratsuchende proFamilia

Beratungsstelle für Ratsuchende:
  • die noch kein Kind wollen,
  • bis zum nächsten Kind noch warten möchten oder kein Kind mehr haben wollen
  • die sich bisher vergebens ein Kind gewünscht haben,
  • die bisher noch nicht verhütet haben und sich fragen, welche Methode für sie in Frage kommt,
  • die mit ihrer bisherigen Verhütungsmethode unzufrieden sind und nach Alternativen suchen,
  • die sich sterilisieren lassen möchten,
  • die Verkehr ohne Verhütung hatten oder befürchten, die Verhütungsmethode könnte versagt haben und sich über die Pille danach informieren möchten.
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Zur Schwangerschaft für Frauen (und deren Partner) proFamilia

Beratung von Frauen (und deren Partner):
  • nach PND-Untersuchung,
  • nach einem Schwangerschaftsabbruch,
  • die sich über Verfahren einer vorgeburtlichen Untersuchung informieren möchten,
  • die soziale, seelische oder gesundheitliche Fragen oder Probleme während oder nach der Schwangerschaft haben,
  • Die bei einer ungewollten Schwangerschaft einen Schwangerschaftsabbruch erwägen oder wünschen
und Unterstützung in postpartalen Krisen.
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Schulsozialarbeit an der Brötzinger Schule 

Schulsozialarbeit an der Brötzinger Schule ist ein Angebot des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Pforzheim und hat zum Ziel, Schülerinnen und Schüler in ihrer individuellen, sozialen, schulischen und beruflichen Entwicklung zu fördern sowie Eltern und Lehrkräfte zu beraten und zu unterstützen.

Schulsozialarbeit ist für alle Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte ein frei zugängliches und kostenloses Hilfs- und Unterstützungsangebot der Jugendhilfe an Schulen.

Schulsozialarbeit bietet

  • vertrauliche und neutrale Beratung, Begleitung und Unterstützung sowie Hilfe in Krisensituationen (z.B. bei Fragen und Problemen in Schule und Familie, …)
  • die Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, sozialen Einrichtungen und Behörden
  • Unterstützung um Konflikte zu lösen sowie Hilfe bei Ausgrenzung, Mobbing und Gewalt
  • Angebote in Schulklassen zur Stärkung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention
  • Projekte und Gruppenangebote für Schüler/innen und Eltern (z.B. kicken & lesen, Elternmentoren,…)

Zusätzlich bietet das Sachgebiet Jugendsozialarbeit an Schulen den Schwerpunkt Schulvermeidung, den Arbeitsbereich Kreativprojektarbeit, die Gewaltpräventionsoffensive an Pforzheimer Schulen und im Übergang Schule Beruf das ESF-Bundesprogramm JUGEND STÄRKEN im Quartier. 

Mehr über die Schulsozialarbeit und das Sachgebiet Jugendsozialarbeit an Schulen der Stadt Pforzheim finden Sie unter

www.pforzheim.de/schulsozialarbeit

 

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Schulsozialarbeit an der Fritz-Erler-Schule 

Schulsozialarbeit an der Fritz-Erler-Schule ist ein Angebot des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Pforzheim und hat zum Ziel, Schülerinnen und Schüler in ihrer individuellen, sozialen, schulischen und beruflichen Entwicklung zu fördern sowie Eltern und Lehrkräfte zu beraten und zu unterstützen.

Schulsozialarbeit ist für alle Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte ein frei zugängliches und kostenloses Hilfs- und Unterstützungsangebot der Jugendhilfe an Schulen.

Schulsozialarbeit bietet

  • vertrauliche und neutrale Beratung, Begleitung und Unterstützung sowie Hilfe in Krisensituationen (z.B. bei Fragen und Problemen in Schule und Familie, …)
  • die Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, sozialen Einrichtungen und Behörden
  • Unterstützung um Konflikte zu lösen sowie Hilfe bei Ausgrenzung, Mobbing und Gewalt
  • Angebote in Schulklassen zur Stärkung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention
  • Projekte und Gruppenangebote für Schüler/innen und Eltern (z.B. kicken & lesen, Elternmentoren,…)

Zusätzlich bietet das Sachgebiet Jugendsozialarbeit an Schulen den Schwerpunkt Schulvermeidung, den Arbeitsbereich Kreativprojektarbeit, die Gewaltpräventionsoffensive an Pforzheimer Schulen und im Übergang Schule Beruf das ESF-Bundesprogramm JUGEND STÄRKEN im Quartier. 

Mehr über die Schulsozialarbeit und das Sachgebiet Jugendsozialarbeit an Schulen der Stadt Pforzheim finden Sie unter

www.pforzheim.de/schulsozialarbeit

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KJT Brötzingen Logo

KJT Brötzingen Zentrale Angebote für Kinder und Jugendliche in Pforzheim (ZAP)

Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 15:00 bis 20:00 Uhr
Freitag Mädchentreff von 15:00 bis 18:00 Uhr

In der Einrichtung gibt es Unterhaltungsmöglichkeiten, wie Billard, Kicker und zahlreiche Brettspiele sowie eine PlayStation und einen Fernseher.

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Attribute: Brötzingen



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